Frau Renate R. wird angepöbelt. Trotz Dogge an ihrer Seite.

Frau Renate R., ja, das ist die nette Dame mit den zwei Hunden, die in der Hundezone im Prater wohlbekannt ist, ist bestürzt. Denn wieder einmal wurde sie angepöbelt. Wegen ihrer deutschen Dogge Lea, die auch bekannt ist, in der Hundezone.

Die ist nämlich ein gutmütiger Hund. Manche empfinden sie zwar als „Kampfhund“, aber offenbar keinen, der zum Fürchten wäre. Sonst würde man Frau Renate R. nicht in Begleitung ihrer Dogge anpöbeln.

Jedenfalls hat Frau Renate R. einen Leserbrief an den Wien-Redakteur der Kronenzeitung geschrieben. Der Brief ist aber sicher viel zu lang für eine Zeitung. Wenn er überhaupt veröffentlicht wird, dann sehr gekürzt.

Deshalb der Brief hier in voller Länge:

„Sehr geehrter Herr Strasser,

es will mir nicht einleuchten,weshalb man die Bisskraft der Dogge nun unbedingt in den Fokus der Öffentlichkeit rücken muß…, wie sieht es mit dem Riesenschnauzer,dem Bernhardiner und anderen großen Rassen aus ? Ist es nicht so,dass alle großen Rassen über enorme Bißkraft verfügen ?

Hundeführschein ist völlig in Ordnung, aber wenn, dann doch für jeden Hund, egal welcher Rasse er angehört. Auch ein kleiner Hund kann ordentlich zubeißen! Eine sogenannte Kampfhundeliste aber ist ein an den Pranger stellen!

Ich bin selbst Besitzerin eines Yorkshire Terriers und einer Deutschen Dogge, deshalb kann ich Ihnen versichern, ich weiß wovon ich rede. Heute war ich mit meinen Hunden am Donaukanal unterwegs, als ich hörte wie ein Herr meine Dogge bewunderte und zu einem anderen Herren meinte, so einen Hund würde er auch gerne haben. Darauf der andere Herr: „Das ist aber ein Kampfhund.“ Auf meine Frage,wie er auf so eine abstruse Idee komme, verwies mich der Herr auf Ihren Artikel. Vielleicht sollte man sich im Büro von Frau Sima bei einem Tierverhaltensforscher erkundigen,b evor man einzelne Hunderassen als Kampfhunde abstempelt und das dann auch noch groß in den Medien verbreitet.

Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass die kleinen Hunde weit eher dazu neigen, sich ins Kampfgeschehen zu stürzen, als die großen. Durch das Abestempeln einzelner Rassen als Kampfhunde wird es uns Besitzern eines großen Hundes nicht gerade leicht gemacht. Es vergeht kein Tag, an dem man nicht angepöbelt wird und zwar grundlos, nur weil die Menschen sich von der allgemeinen Hysterie anstecken lassen.

Deshalb sage ich : „Hundeführschein ja, aber für jeden Hund !

Kampfhundeliste nein, denn das ist eine Diskriminierung für einzelne Hunde und deren Halter und das hat für mich einen etwas schalen Nachgeschmack.

Renate R., Wien“

Dem ist ja eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer: Leider ist das wahr und wird immer wahrer, was der Frau Renate R. passiert ist…

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Schlagworte: Angst, deutsche Dogge, Gesetz, Hund, Hunde, Hundezone, Kampfhunde, Killerhunde, Prater, Stadt, Wien,

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