Rudi Fußi fladert Fotos. Ungeniert.

Rudi Fußi darf man durchaus als Lebenskünstler bezeichnen. Wahrscheinlich auch als „Parteien-Floh“, der von der ÖVP über eine FPÖ-Splittergruppe zur SPÖ und anschließend zum Team Stronach gehüpft ist. Nun ist er eine Art Kommunikationsberater mit eigenem „privaten“ Blog. Und auf diesem Blog veröffentlicht er Profi-Fotos. Ohne Urheberangabe und natürlich gefladert. Was er sogar zugibt. Was allerdings teuer werden könnte. Falls sich ein Kläger finden sollte.

Das Foto des Kanzlers auf Fußis Blog ist geflattert, wie er selbst zugibt. Von wem, das weiß der Blogbetreiber allerdings selbst nicht. Bild: (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER) - Screenshot © Christian M. Kreuziger

Das Foto des Kanzlers auf Fußis Blog ist gefladert, wie er selbst zugibt. Von wem, das weiß der Blogbetreiber allerdings selbst nicht. Bild Faymann: (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER) – Screenshot © Christian M. Kreuziger

Rudi Fußi macht seit vielen Jahren regelmäßig Schlagzeilen. Als Initiator eines Anti-Abfangjäger-Volksbegehrens, das durchaus erfolgreich war, durch ellenlange öffentliche Erklärungen zu seinem Austritt aus der SPÖ oder mit Wortspenden zur aktuellen politischen Situation.

Der Kommunikationsprofi verlässt sich allerdings offenbar nicht nur auf die Medien im Land. Er publiziert auch auf seinem persönlichen Blog. Als Profi weiß er natürlich, dass „Bleiwüsten“, so werden in der Zeitungsbranche ellenlange Texte ohne illustrierende Elemente bezeichnet, wenig Anklang finden. Dass Mittel der Wahl, um Texte attraktiver zu machen, sind Fotos.

Die muss man nicht selbst machen. Denn das Internet ist voll davon. Theoretisch kann man die Bilder auch kaufen. Mittlerweile um ein paar Cent oder ein paar Euro. Die darf man dann verwenden. Zeitlich begrenzt oder unbegrenzt. Allerdings mit Urheberrechtsvermerk. Denn Fotografen bestehen immer öfter darauf, namentlich genannt zu werden. Und die Profis wollen sogar Geld dafür, wenn ihre Bilder verwendet werden. Auch auf privaten Blogs.

Das kümmert aber offenbar den Kommunikationsprofi Fußi herzlich wenig. Der fladert ungeniert Profi-Bilder und stellt sie ins Netz. Nicht klammheimlich, sondern ganz offen. Von wem die Bilder sind, weiß er nicht. Es ist ihm wurscht. Dass sie kostenpflichtig sein könnten, ist ihm auch egal. Darauf angesprochen antwortet er öffentlich auf Facebook, wo er seinen Blog promotet: „…für meinen privaten blog fladere ich alles.“

Rudi Fußi gesteht öffentlich, Fotos zu fladern...

Rudi Fußi gesteht öffentlich, Fotos zu fladern…

Mit diesem Geständnis hat Herr Fußi nun die Hoffnung beim Suderer geweckt, zu leicht verdientem Geld zu kommen. Nämlich dann, wenn Rudi Fußi ein Foto verwendet, das unsereiner gemacht hat. Dann wird nämlich ein sattes Honorar fällig, samt Zuschlägen für die „Nichtnamensnennung“ und die nicht vereinbarte Nutzung. Da gehen sich dann schon ein paar Besuche in nicht ganz billigen Restaurants aus. Pro Bild, versteht sich.

Worüber sich der Rudi Fußi wahrscheinlich sehr freuen wird: Die Zugriffszahlen auf seinen „privaten“ Blog werden nun sicher steigen. Weil wahrscheinlich nun viele Profifotografen kontrollieren werden. ob ihnen nicht ein paar Netsch zustehen könnten. Samt den obligaten 100%-Zuschlägen…

Wikipedia-Eintrag über Rudi Fußi

Rudi Fußis Blog

Did you like this? Share it:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Ärgerliches, Medien, Politisches, Rätselhaftes abgelegt und mit

Schlagworte: Österreich, ÖVP, Medien, Pressefoto, Rudi Fussi, SPOE, Team Stronach, Volksbegheren,

verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Rudi Fußi fladert Fotos. Ungeniert.

  1. Horst sagt:

    Hoffentlich verklagt ihn wer richtig. Der Typ ist ein gesetzloses Kleinkind das in seine Grenzen gewiesen gehört.

  2. Dem Rudi Fußi gehört einmal kräftig auf die Finger gehauen. Es sind ja nicht nur im Medienbereich oder z.B. in der Tourismusbranche die dreisten Diebe unterwegs. Nur, es ist doch etwas mühsam alle diese Bild-Diebstähle zu finden. Da spielt oft der Zufall Regie. Ich erinnere mich an einen (meinen) Fall mit einem rennomierten Reiseveranstalter, der geglaubt hat mit meinen Bildern unbegrenzt (und unbezahlt natürlich) Kataloge und Plakate illustieren zu können. Bei einem Gespräch wurde ich mit unglaublicher Präpotenz behandelt. Nach meiner Klage, die mit einem Vergleich endete, hat der gute Mann einige tausend Euro blechen müssen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.