Wien-Alsergrund: Illegales Halteverbot

Derzeit geht es der Wirtschaft am Alsergrund offenbar gut. Denn eine Reihe von Baustellen wurde im Bereich des Franz Josephs-Bahnhofs errichtet, die ziemlich viele Parkplätze kosten. Ebenso wie einige Schanigärten. Wird tatsächlich gebaut, dann haben die Anrainer für die temporären Halteverbotszonen ja durchaus Verständnis. Nicht jedoch, wenn eine Baustelle verwaist bleibt und dennoch das Halteverbot in Anspruch nimmt. Vor allem dann nicht, wenn die Genehmigung längst abgelaufen ist.

Alserbachstraße 33: Die Arbeiter der Baustelle scheren sich keinen Deut darum, dass die Genehmigung für die Halteverbotszone längst abgelaufen ist. Hier wird zwar selten gearbeitet, der Platz jedoch bei Bedarf beliebig vergrößert. Auch deshalb, um einen Privatparkplatz für die Firmenautos zu haben. © Christian M. Kreuziger | bildetet.com

Im Haus Alserbachstraße 33 gab es ein Lokal, das mehrmals Besitzer und Ausrichtung wechselte. Einst eine Pizzeria, später ein indisches Restaurant, derzeit leerstehend und im Umbau begriffen.

Für diesen Umbau hat der Betreiber der Baustelle, der auf dem Bescheid aus „Datenschutzgründen“ geheim bleibt, für die Lagerung von Baumaterial eine Halteverbotszone beantragt und mit der Zahl „MA 46/P90 (268460-2017)/KAF/RES“ bzw. LPD-Zahl „E1-102289/2017“ genehmigt bekommen. Und zwar für den Zeitraum vom 08.05.2017 bis 30.06.2017.

Benützt wurde dieses Halteverbot allerdings nur an wenigen Tagen, an denen eine Mulde abgestellt war. Die meiste Zeit blieb die Zone leer, fallweise wurde sie von den selten anwesenden Bauarbeiten als Privatparkplatz für die Firmenautos verwendet.

Am Montag, dem 17. Juli 2017, kam ein kleinwenig Leben auf die Baustelle. Denn am Morgen wurde Sand geliefert und vor die Tür gekippt. Ohne Abgrenzung und ohne dafür zu sorgen, dass in dieser windreichen Straße das Baumaterial nicht verweht wird.

Da offenbar die ursprünglich genehmigte Zone von zwei Parkplätzen nicht ausgereicht hatte nahm man gleich zusätzlichen Raum in Besitz. Nicht ohne einen Anrainer, der sich beschwerte, zu beschimpfen.

Die verständigte Polizei machte dem Spuk dankenswerter Weise zwar schnell ein Ende, was allerdings die Herren Arbeiter offenbar nur bedingt beeindruckt haben dürfte.

Denn die stellten die mittlerweile illegalen Halteverbotszeichen kurzerhand wieder auf.

Was sich allerdings einige Anrainer, die regelmäßig einen Parkplatz suchen müssen, verärgerte und dazu führte, die Verkehrsschilder in den Geschäftseingang zu räumen.

Zu befürchten ist allerdings, dass – sollte tatsächlich fallweise gearbeitet werden – die Baufirma die Schilder wieder klammheimlich aufstellen wird. Ohne Genehmigung und vor allem von den Behörden unkontrolliert.

Denn der tatsächliche Bedarf scheint nicht überprüft zu werden. Im Gegensatz zu jenen, die ihren Parkschein um ein paar Minuten überziehen.

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Schlagworte: Alsergrund, Baustelle, Gesetz, illegales Halteverbot, Politik, Polizei, Stadt, Zwangsbeglückung,

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