Es ist Wahlkampf, entsprechend auch die Ideen: Der Wachhund

Private Wach- und Schutzhunde sollen verboten werden, zumindest will dies Ulli Sima.

Also, den Hunde-Fahrschein gibt es schon lang, der Hunde-Führschein wird jetzt eingeführt. Das ist gut und richtig, theoretisch zumindest. Denn wie manche Leute mit ihren Hunden umgehen, das ist ja echt zum Speiben. Da gibt es welche, denen folgt der vierbeinige Fratz partout nicht und haut ständig ab. Sogar wohlbekannte Kampfhund-Gegner sollen dazu gehören. Ein anderes Beispiel: Noch heute lachen alle, die eines dieser Alpha-G’fraster in der Hundezone im Prater erlebt haben, herzlich über eine Spezialanfertigung aus Schäfer und Rottweiler, der besonders vernarrt in ein Hundebaby war.

Da versuchte dass Herrl in 45 Grad schieflage, OK, 60, den Hund zum weitergehen zu animieren, also nachzuzerren. Aber gelang es dem Herrn Hundehalter nicht und nicht, seinen Rüden von dem Hundebaby weg zu kriegen.

Dieser Besitzer, nun, der würde den Führschein wahrscheinlich nicht bekommen. Weil sein Hund, der folgt ihm nicht. Der macht was er will, aber immer gutmütig und geduldig mit seinem Menschen.

Wichtig wäre der Deckel, also der Hundeführschein, auch für jene Frau, die ein Hunderl mit 30 bis 40 kg Lebendgewicht ihr eigen nennt. Die ist nämlich hysterisch genug, ihren „Golden Retriever“ beherzt hochzureißen, wenn sich in der Freilaufzone ein anderer Hund dem ihren nur auf zehn Meter nähert. Dass dieser Hund auch ein wenig – nennen wir es verhaltensoriginell – ist, kann nicht verwundern.

Verwundern kann einen aber, dass Hunde „nicht als Wachhund“ missbraucht werden sollen. Gut, das hat die Frau Stadträtin Ulli Sima ja nicht gefordert, sondern der Tierschutzverein.

Aber die Frau Stadträtin will generell verbieten, dass Hunde als Wach- und Schutzhunde abgerichtet werden. Von Privatbesitzern, weil Polizei und Bundesheer lassen sich da ja nichts dreinreden. Wahrscheinlich hat die Frau Stadträtin ja eine neue Statistik, die ebenso gute Beweise für die Existenz von Kampfhundrassen als auch für die Gräueltaten der ausgebildeten Wachhunde spricht.

Diese Verbotsliste ließe sich, ein wenig guten Willen vorausgesetzt, erweitern. Verbot des Zureitens und benützen von Reitpferden. Verbot des Vogel- und Mäusefangens durch freilaufende Katzen…

Es kann aber auch sein, dass das alles mit dem Wahlkampf zu tun hat…

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Schlagworte: Angst, Gesetz, Hund, Hunde, Hundezone, Justiz, Kampfrhetorik, Killerhunde, Politik, Prater, Sicherheit, SPOE, Stadt, Wien, Zwangsbeglückung,

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