Herr Drnåz und das kleine Öferl…

WorldPress1Herr Drnåz ist ein Muppet, wie er selber sagt. Dreimal die Woche trifft er seinen Muppet-Freund in einem Wirtshaus in der Stadt. Dort isst er, beobachtet das Personal (mit Migrationshintergrund), um den Chefitäten jeden kleinen Fehler zu melden. Der Herr Drnåz hat auch einen Migrationshintergrund. Trotzdem hat er sogar recht schnell Karriere in Österreich gemacht. Sogar im Parlament hat er gearbeitet, der Herr Drnåz. Für eine Partei hat er dort gewerkt, die jetzt sogar als zwei Parteien Auftritt. Herr Drnåz ist, obwohl er ja auch einen Migrationshintergrund hat, gar nicht sehr erfreut über die Mitbürger, die ebenso wie er einst nach Österreich gekommen sind, um hier zu leben und zu arbeiten.

Frauen, die mag er schon, der Herr Drnåz, auch wenn er selbst selten in Begleitung einer solchen gesehen wird. Aber er spricht gern über Frauen so, wie sich das die „Emanzenweiber“ als Feindbild wünschen. Mit Worten, die Eltern halbwüchsiger Kinder mit ihrem Nachwuchs sofort das Weite suchen lassen würden, wenn sie das hören könnten. Die entsprechenden Begriffe, die hat der Herr Drnåz wahrscheinlich in öffentlichen Klosettanlagen in der Vorstadt aufgeschnappt. Oder bei Strizzis aus der Billigstrichszene, sofern die keinen Migrationshintergrund haben. Denn das sind schon sehr tiefe wienerisch-deutsche Begriffe, für Frauen und deren Körperregionen, die der Herr Drnåz so gern verwendet.

Vor gar nicht langer Zeit hat der Herr Drnåz, der sich selber auch als echten „Rechten“ bezeichnet, und dem die Blauen oder Orangen viel zu links sind, und zu deppat auch, wie er sagt, jedenfalls hat der Herr Drnåz gemeint, der Holocaust könnte gar nicht so gewesen sein, wie er immer dargestellt wird, von den Linken und dem anderen Gesindel. Denn schließlich war er, der Herr Drnåz, schon einmal in Dachau. Dort hat er auch „so ein kleines Öferl“ gesehen, das nie und nimmer dafür gebaut sein konnte, soviele Juden zu verbrennen. Das kleine Öferl, hierzulande sagen wir ja Krematorium dazu, das kleine Öferl also, das würde ja doch beweisen, dass das alles nicht so gewesen sein kann, sagt der Herr Drnåz mit seinem Migrationshintergrund.

Also, wenn der Herr Drnåz so etwas sagt, dann muss man natürlich daran glauben. Denn der Herr Drnåz hat schließlich einen sehr guten Posten bei einer Firma, die eigentlich der Republik Österreich gehört. Beamter ist er zwar nicht, der Herr Drnåz, aber dennoch im Dienste der Republik Österreich tätig. Die zahlt ihm, über den Umweg einer Firma, ein Akademikergehalt, das ihm auch zusteht, weil er ja auch ein Akademiker ist. Zwar mit Migrationshintergrund, aber mit besten Verbindungen zu hohen und höchsten Kreisen, selbst zu solchen in der Kirche.

Im Wirtshaus, da sitzt der Herr Drnåz, der mit dem Migrationshintergrund und dem akademischen Titel, sehr gerne und schimpft sehr gern über die Menschen mit anderem Migrationshintergrund, die – schon biologisch erklärbar – nicht so edel sein können wie die ohne Migrationshintergrund. Oder wenn schon, dann mit einem aus einem nördlicherem Land als jenem, das im Polizeijargon manchmal als Südschweden bezeichnet wird.


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1 Antwort zu Herr Drnåz und das kleine Öferl…

  1. Roman sagt:

    Eine sehr gefällige und vor allem häufige Beobachtung.

    Bezüglich der allseits bekrittelten Integrationsunwilligkeit:
    Mich schauderts immer wieder, wie schnell diese Stadt einem zum Wiener machen kann!

    :)))

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