Weg mit den Migranten und den Asylanten…

Jawoll, weg mit ihnen, den Angstmachern und Zornauslösern. „Asylanten“, „Migranten“ und wie die Begriffe sonst noch lauten, gehören weg. Auch die „Schlepper“ gehören weg. Nennen wir die Dinge wieder beim richtigen Namen. Das wird uns zumindest einige Zeit ganz gut tun.

Sagen wir, wir früher, in der guten und scheinbar humanen Zeit „Heimatvertriebene“ zu ihnen, oder „Flüchtlinge“. Das trifft auf die meisten zu, denen Kriege jeglicher Form, da gehören auch Bürgerkriege dazu, die Heimat geraubt haben. Nennen wir die Migranten doch wieder „Einwanderer“. Manche, die nur auf Zeit kommen, können wir ja wieder „Gastarbeiter“ nennen. Auch wenn viele von denen keine Arbeiter im klassischen Sinn sind, sondern „Gastprofessoren“, „Gastmanager“ oder „Gastexperten“. Die sind gefragt, da mahnt auch „die Wirtschaft“ ständig ein, doch mit den Einreisbestimmungen ein wenig großzügiger zu sein.

Auch die „Schlepper“ gehören weg, selbst wenn ein guter Teil von ihnen kriminell ist und eigentlich der Gruppe der „Menschenhändler“ oder „Frauenhändler“ zuzuordnen ist. Die gehören entsprechend den Gesetzen verfolgt. Aber viele andere, die Flüchtlingen gegen Bares helfen, ihr Leben zu retten oder wenigstens ein Land zu erreichen, dass ihnen mehr bietet als Armut, Gefahr, Minen oder Krieg, die gehören eher zu einer anderen Gruppe. Die hat man noch in den 70er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts „Fluchthelfer“ genannt. Als solche wurden sie in den Medien als Helden gefeiert, auch wenn ihre Dienste damals nicht gerade billig waren.

Wir könnten auch beginnen – aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben – auf die erfolgreichen Einwanderer stolz zu sein, wenn sie hierzulande Karriere machen. Das sind wir manchmal sogar, wenn diese einmal „eingebürgert“ sind und schön singen, gut fußballspielen oder Mobilfunkkonzerne leiten können.

Beschränken wir uns nicht, „Auslandsösterreicher“ zu feiern, die in anderen Ländern Medienkonzerne, Hotels, Spitzenrestaurants oder Kleinstunternehmen – vom Wüstelstand bis zum Wiener Kaffeehaus – zu Erfolgen führen. Seien wir doch auch stolz auf die Inlandsausländer, die bei uns Jobs besser machen, als Inlandsinländer.

Das würde dem Klima in unserem Land gut tun.

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Schlagworte: Angst, Asyl, Asylanten, Flüchtlinge, FPÖ, Gesetz, Heimatvertrieben, Kampfrhetorik, Migranten, Migration, Politik, Soziales, SPOE,

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