Walter Meischberger: 708.000 Euro für Fünf-Euro-Ezzes

Der unwissende FPÖ-ler weiß zwar weder, wo eine Immobilie liegt, die er vermittelt hat und auch nicht, was genau seine „Leistung“ war. Dafür kassiert er aber satte „Provisionen“. Das ist bemerkenswert.

Herr Walter Meischberger kassiert für einen Immobiliendeal eine satte Provision, weiß aber gar nicht, wo diese liegt. © Christian M. Kreuziger/picturedesk.com

Dem Herrn Meischberger kann geholfen werden. Zumindest bei einem seiner vielen Wissensdefizite und Erinnerungslücken, die sein nachhaltiger „Schockzustand“ hervorgerufen haben soll, wie sein Immobilienfreund angeblich vor dem Untersuchungsausschuss im Parlament gesagt haben soll.

708.000 Euro soll die saloppe Ausplauderei des Grasser-Trauzeugen wert gewesen sein, um einen gewinnbringenden Immobiliendeal der Firma Porr einzufädeln. So viel hat jedenfalls der “Meischi“, wie er von seinen Parteifreunden und bildungsfernen Fans genannt wird, kassiert. Obwohl er – wie Abhörprotokolle der Behörden belegen – nicht ganz genau weiß, was seine Leistung war.

Brav, wie er und seine Parteifreunde es sind, hat er das Geld selbstverständlich versteuert. Ganz offiziell. Das ist, meint er – für den ebenfalls die Unschuldsvermutung gilt – ein klarer Beweis, dass dieses Geschäft legal ist. Diese Meinung des Herrn Meischberger ist aber möglicherweise nicht ganz korrekt. Denn die Finanz kassiert auch bei krummen Geschäften. Was jeder kleine Marihuana-Schmuggler unbarmherzig kennenlernt, der erwischt wird. Zur Strafrechtsstrafe addiert sich nämlich jene der Finanz, die Zölle und Einkommenssteuer einhebt. Unbarmherzig.

Aber all das muss der unter partieller Amnesie leidende Ex-Politker der Freiheitlichen nicht wissen.

Nachhilfe für den Provisionsempfänger

Dieser gewisse Herr Meischberger, geboren am 21. September 1959 in Innsbruck, sollte jedoch wissen, wo genau eine Immobilie liegt, die er vermittelt hat. Schon allein aus optischen Gründen. Diesem Manne kann jedenfalls geholfen werden.

Das ehemalige Gebäude der Post, in dem auch der Ausforschungsdienst seine Büros hatte, liegt exakt auf den Koordinaten 48°13’45.55“ Nord und 16°21’27.16“ Ost.

Die genaue Adresse lautet „Nordbergstraße 15, 1090 Wien“. Touristisch beschrieben, falls Herr Meischberger beabsichtigt, das Objekt zu besichtigen: Vom Julius Tandler-Platz rechts (am bald der Geschichte angehörenden) Franz Josefs-Bahnhof führt die relativ kurze Nordbergstraße stadtauswärts. Auf der rechten Seite kann sich Herr Meischberger im Asia-Lokal „Akakiko“ stärken, gleich gegenüber billig die Haare schneiden lassen, in ein Taxi steigen und sich exakt 341 Meter weit zum Spekulationsobjekt, das der Firma Porr innerhalb von zwei Monaten einen Bruttogewinn von 18,5 Millionen bescherte, chauffieren lassen.

Wenn nun Herr Meischberger, das Gebäude, in dem nun Wirtschaftsuniversität und Universität Wien für Teile der Studienangebote eine temporäre Bleibe gefunden haben, besichtigt haben sollte und den Rückweg antritt, dann kann er, sich wieder stärken. In einem der beiden kleinen Lokale, gleich beim Spittelauerplatz. Sofern er den Mut aufbringt, dort einzukehren.

Denn beliebt ist er derzeit nicht gerade bei den einfachen Leuten, die von 708.000 Euro (brutto) im Durchschnitt 472 Monate lang leben müssen. Also nebbiche 39 Jahre lang. Was schon fast der „Hacklerregelung“ nahe kommt.

Für den Fall, dass sich der Herr Walter Meischberger für die genaue Lagebeschreibung des Spekulationsobjekts beim Suderer erkenntlich zeigen möchte, kann er das gerne tun. Einfach per Paypal, und ohne Risiko. Weil die Recherche-Leistung, die ist nachvollziehbar und gar nicht unanständig…

Mehr Bilder von der Nordbergstraße

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