Voll im Trend: „Gebühren“ zahlen, um arbeiten zu dürfen

Dass kriminelle Abzocker arbeitswillige Menschen seit Jahrzehnten mit dubiosen Angeboten für „Heimarbeiten aller Art“ abzocken, ist ja allgemein bekannt. Nun haben aber auch seriöse Veranstalter und Unternehmen eine neue Einnahmequelle entdeckt: die Pressefotografen. Die müssen, um überhaupt arbeiten zu dürfen, eine „Schutzgebühr“ entrichten. Die kostet 50 Euro pro Fotopass. Wien beim „Deichbrand Rockfestival“ in Cuxhaven.

Kein PR-Gag: 50 Euro - damit Fotografen überhaupt arbeiten dürfen. Man könnte ja fast dafür Verständnis haben, dass sich die Veranstalter jene vom Leib halten wollen, die sich als Pressefotografen ausgeben, sich aber nur gratis zu Konzerten und in den VIP-Bereich einschleichen wollen. Was sich allerdings die Veranstalter des Deichbrand-Festivals gedacht haben mögen, bleibt rätselhaft.

Thorsten Egenolf, Hamburger Journalist und Bildberichterstatter, hat sich genau erkundigt, ob das tatsächlich ernst gemeint sei. Die Antwort: Es ist ernst gemeint. Eine Bestätigung der Redaktion genügt nicht, ein Presseausweis ist auch nicht genug. Wer „nur“ als Pressefotograf und nicht als Schreiber kommt, muss blechen.

Aber diese Idee ist leider auch nicht mehr neu. Auch hierzulande haben einige schlaue Köpfe entdeckt, dass man ungebührliche Gebühren verlangen kann. Worüber ja bereits gesudert wurde..

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Schlagworte: Abzocke, Deichbrand, Gebühr, Medien, Photograph, Pressefoto, Zwangsbeglückung,

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