Verkehr: Die Austüftler haben wieder zugeschlagen…

Da haben sie wieder zugeschlagen, die Austüftler im Rathaus und am Alsergrund: Eine sehr theoretische Idee, nämlich einen durchgehenden „Fußweg“ von der Thurnstiege bis in die Porzellangasse zu schaffen, hat wieder eine der unsinnigen Fallen für alle Verkehrsteilnehmer produziert. In Form von „Verkehrsinseln“ in der Porzellangasse, die Autofahrer zum Hakenschlagen zwingt. Sicherheit für Fußgänger bringt diese originelle Idee der Planer auch nicht. Denn der Zebrastreifen ist auf die engen Fahrbahnen beschränkt, der „Gleiskörper“ der Straßenbahn, der muss „zebrastreifenfrei“ bleiben. Aus Haftungsgründen, aus Gründen der Verkehrssicherheit und natürlich im Sinn der Beschleunigung der Öffis.

Nach den „Austüftlern“ sind jetzt „Experten“ am Zug, die feststellen sollen, und zwar streng wissenschaftlich, ob nun Gefahr besteht oder nicht. Darauf ist die Frau Bezirksvorsteherin ganz stolz, dass dies jetzt untersucht wird, weil es ja schon einige Beschwerden gegeben hat.

Was also wissenschaftlich festgestellt werden wird, darauf kann man ja schon gespannt sein. Das Volk – und unter der Zusicherung der Anonymität auch die Polizisten im Bezirk – jedenfalls sagen einfach „gefährlicher Schwachsinn, der unnötig Geld gekostet hat und vielleicht sicher auch noch kosten wird“ dazu.


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Schlagworte: Alsergrund, Gesetz, Politik, Stadt, Verkehr, Wien, Zwangsbeglückung,

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6 Antworten zu Verkehr: Die Austüftler haben wieder zugeschlagen…

  1. wolfgang sagt:

    stimmt!
    wir warten auf das erste todesopfer. dort haben die strassenbahnen einen im wahrsten sinne des wortes mörderspeed und die leute werden glauben sie sind am zebrastreifen in sicherheit 🙁

  2. ich versteh nicht, was dran schlecht sein soll……
    erfahrungsgemäss bringt das hakenschlagen der autofahrer eine reduktion der geschwindigkeit und damit mehr sicherheit für die fussgänger….
    ist es so schrecklich wenn ein autofahrer dort 5 sec. verliert?

  3. admin sagt:

    @ Manfred: Ich empfehle einen Lokalaugenschein 😉

  4. Oscar sagt:

    Wartet mal auf den ersten Winter wenn hier fein der Schnee liegt, und die Autofahrer auf dem tollen „supergrip“ Kopfsteinpflaser geradeaus auf den Gehsteig rutschen. Ich hab da schon bei den letzten Regenwettern „knappe“ Situationen gesehen.
    Die Insel in die nicht gezeigte Gegenrichtung ist noch viel besser!
    Ein Hoch auf den Planer

  5. Ernst Aringer sagt:

    Eines bleibt abert unbestritten, das Tempo vieler Autofahrer in der Porzellangasse ist einfach viel zu hoch. Es ist wie so oft, dass einige Unbelehrbare, einige Ignoranten und Rücksichtslose, Maßnahmen nötig machen, die bei normaler fahrweise und Rücksichtnahme nicht notwendeig wären.

  6. leckse sagt:

    Ein Zebrastreifen über Schienenwege ist gesetzlich nicht vorgesehen und an sich auch nicht notwendig.

    Eine Verkehrsinsel als Querungshilfe hat aber für Fußgänger folgende Vorteile:
    – Deutliche Sichtbarkeit der Querung durch Autofahrer.
    – Begrenzte Durchfahrtgeschwindigkeit durch die Verschwenkung.
    – Deutliche kürzere Querungszeiten, da es viel schneller geht, für zwei kurze Wege über je einen Fahrstreifen eine Zeitlücke zu finden, als über einen langen Weg über mehrere Streifen hinweg.

    Aus verkehrswissenschaftlicher Sicht dürfte die Lösung unbedenklich sein, und einer Lösung ohne Insel vorzuziehen sein. Ich habe ja noch nicht mal in diesem Blogeintrag ein Argument gefunden, warum das problematisch sein soll.

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