Null Toleranz für Hundebesitzer: Polizei straft rigoros.

Herr Thomas Schramel hat 21 Euro an Kaufkraft verloren. Soviel kassiert die Polizei für einen Hund, der nicht angeleint ist.

Herr Thomas Schramel hat 21 Euro seiner Kaufkraft eingebüsst. Das ist schlecht für die Wirtschaft. Diese 21 Euro sind aber nicht verloren, denn sie sind ein willkommener Beitrag zum Stadt- oder Staatssäckel, so genau weiß ich das nicht. Wahrscheinlich kommt dieses Summe aber der Stadt Wien zugute. Genauso wie die Summen, die von Bettlern einkassiert werden, wenn diese nicht vorschriftsmäßig betteln, und bei denen die Polizei das Bargeld „einziehen“ darf.

Doch zurück zu Herrn Schramel. Der hat seinen Hund Gassi geführt. Ohne Leine. Bei der Jesuitenwiese, knapp 50 Meter vor der Hundezone. Das hat eine Streife der Wiener Polizei entdeckt. Unerschrocken sind die Beamtin und der Beamte ausgestiegen, haben den Herrn Schramel, den sie ja auf frischer Tat ertappt haben, mutig gestellt und ein Organmandat überreicht.

Dass sich niemand über den Schäfermischling aufgeregt hat, dass niemand gefährdet war oder auch nur „in Furcht und Unruhe versetzt war“, dass eine nette Dame, auch mit Hund, den Herrn Schramel verteidigt hat, das war den Beamten egal. Sie haben kassiert. 21 Euro, zahlbar netto bei Erhalt des Mandats.

Hund ohne Leine: unerschrocken schreitet die Polizei ein...

Dass neuerdings hier kräftig und regelmäßig kassiert wird, das behaupten zumindest die Anrainer. Die ärgern sich. Nicht über die Hunde, sondern über die übereifrige Polizei. Die kann wahrscheinlich nix dafür, denn sie müssen die Gesetze und Vorschriften vollziehen, die im Wiener Rathaus erfunden werden und auf deren Einhaltung die Damen und Herren der Stadtregierung, die immerhin auch eine Landesregierung ist, vollziehen.

Vielleicht hat diese intolerante Haltung ja auch ein wenig mit dem Wahlkampf zu tun. Schließlich will sich die Stadtregierung nicht vorwerfen lassen, nichts für die Sicherheit und die Sauberkeit zu tun. Da gehören dann eben neue Gesetze her, die gehören überprüft, die Übeltäter gehören bestraft und die Welt ist in Ordnung. Falls es wahlkampfbedingt ist, dann ist es gut. Dann kann man in ein paar Monaten wieder mit normalem Leben rechnen. Falls nicht, ist es schlimm. Denn dann haben die „Law and Order“-Typen die Macht in der Stadt übernommen, auch wenn sie nur schlappe 20 Prozent der Stimmen bekommen sollten.

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Schlagworte: Abzocke, Abzockerei, Gesetz, Hund, Hunde, Hundezone, Jesuitenwiese, Polizei, Prater, Sicherheit, SPOE, Stadt, Wien, Zwangsbeglückung,

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2 Kommentare zu Null Toleranz für Hundebesitzer: Polizei straft rigoros.

  1. pausweckerl sagt:

    jetzt kann ich ihnen nicht ganz folgen??? das ist doch völlig in ordnung…wenn er ohne leine oder beißkorb herumspaziert gehört das herrl gestraft! oder hab ich am hundehaltegesetz irgendetwas nicht versatnden?

  2. Martin D sagt:

    Mich versetzt es schon in Furcht wenn ich auf der Radroute über die Jesuitenwiese in der Nacht von einem bellenden und knurrenden beißkorblosen Hund mit wohl 50cm Schulterhöhe verfolgt werde.

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