Herr Eckert klaut, Frau Wicho ist zornig

Auf seiner Homepage mit unklarem Zweck bietet ein Mitarbeiter des Bundesrechenzentrums unter anderen Gratis- und Kaufangeboten Psychotests an. Zumindest einer dieser Tests war geklaut.

Mittlerweile von der Website verschwunden: Andrea Wichos Psychotest

Wer hinter der Website „erfolgsprinzipien.com“ steckt, geht aus dem Impressum nicht hervor. Es gibt nämlich keines. Auch welchen Zweck dieses Online-Medium genau verfolgt, ist nicht ersichtlich. Einerseits werden Musterbriefe und Lebenslaufvorlagen gratis zum Download angeboten, man kann online seine Persönlichkeit testen oder Bilder von großen Yachten und teuren Autos ansehen, andererseits gibt es einen Shop, bei dem man Smartphones und andere unentbehrliche Geräte einkaufen kann. Von Amazon.

So unklar also der tiefere Sinn der Website bleibt, so klar ist zumindest in einem Fall die Herkunft des Content. Im konkreten Fall eine Psychotest, den die KURIER-Autorin Andrea Wicho entwickelt und veröffentlicht hat.

Durch Zufall hat sie nun entdeckt, dass ihr Test auf der Website des Herrn Walter Eckert, einem Mitarbeiter des Bundesrechenzentrums, angeboten wurde. Ohne Einverständnis, und natürlich – wie üblich – ohne Honorar. Das hat die Kollegin Andrea Wicho gar nicht gefreut und sie hat an den Betreiber via Kontaktseite die Frage übermittelt, wer denn das Einverständnis für die Veröffentlichung erteilt hätte.

Die Antwort des Herrn Walter Eckert war zu erwarten. Man würde damit ja der Autorin quasi einen Gefallen erweisen, weil ja ihr Name genannt sei. Also eine Art Werbung, die gar nichts kostet.

Wo Herr Walter Eckert die anderen Tests, Bewerbungsmuster und Lebenslaufformulare erstanden hat, geht aus den Informationen der Seite leider hervor. Vor allem die Frage, ob ein gewisser Herr George Timothy Clooney sein Einverständnis erteilt hat, dass sein Foto die Bewerbungen ziert, bleibt unbeantwortet.

Vielleicht reagiert Herr Walter Eckert ja auf das Gesudere genauso schnell, wie er im Fall des geklauten Persönlichkeitstest der Andrea Wicho reagiert hat. Der ist mittlerweile von der Seite verschwunden.

Did you like this? Share it:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Ärgerliches, Justiz, Medien, Meinung, Menschen, Rätselhaftes abgelegt und mit

Schlagworte: Andrea Wicho, Bundesrechenzentrum, Gesetz, KURIER, Medien, Walter Eckert, Wien, Zwangsbeglückung,

verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Ein Kommentar zu Herr Eckert klaut, Frau Wicho ist zornig

  1. tja, das ist ja noch viel schlimmer . . .
    da sollt man nicht sudern, das sollte man zur anzeige bringen !!
    mit psychodaten dann agieren, denn es steht nirgendwo was damit passiert, vielleicht gehen die daten an die sozialversicherungen ??
    horror !!!
    aber das müßt ihr euch in österreich selber ausmachen, war schon mal der geächtete 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.