Geld zählen ist teuer. Überweisen auch.

Europa diskutiert uber „Finanztransaktionsabgaben“. Die gibt es schon längst. Allerdings nicht zugunsten der Staatseinnahmen, sondern für jene der – Banken.

Geldzählen kostet drei Euro bei Bank A. Bank B soll angeblich sogar 10% der gezählten Münzsumme einbehalten. Wer mit Erlagschein zahlt und noch dazu bei einem „Fremdinstitut“, blecht ordentlich. Bis zu sieben Euro. Das kann – im Extremfall – mehr als zehn Prozent der Überweisungssumme ausmachen.

In den frühen 90er-Jahren waren diese Gebührenerhöhungen der Banken noch Thema von Konsumentenschutzsendungen im TV. Heutzutage finden diese schleichenden Gebührenerhöhungen kaum mehr Erwähnungen in den Medien. Zu groß ist – vielleicht – der Druck der Banken als Werbekunden, zu sehr haben sich Konsumenten bereits an die Abzockerei gewöhnt.

Für die Finanzmärkte, nun, da gelten andere Regelungen. Denn reich wird nur, wer geizig ist. Die großen Gewinne macht man nur, wenn auch ein halbes Prozent Abgabe, noch dazu an die Staatskassen, rigoros bekämpft wird. Denn die Budgets sanieren, auch jene der Banken, die Milliarden verzockt haben, sollen gefälligst jene zahlen, die ohnehin für alles aufkommen: die Konsumenten.

Auf die wird, darauf kann man wetten, ohnehin die längst fällige Abgabe übergewälzt werden. Mit guten Argumenten, und natürlich nicht mit direktem Bezug. Das wäre zu auffällig. Doch irgendein Argument wird sich finden, um die maroden Geldinstitute wieder zu ordentlichen Gewinnen, die steuerschonend mit etwaigen Verlusten der „Gruppe“ gegenverrechnet werden können, zu lukrieren. Das bringt den Damen und Herren Managern satte Boni, dem Staat nichts und den Konsumenten neue Kosten. Wetten?

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Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Ärgerliches, Politisches, Rätselhaftes abgelegt und mit

Schlagworte: Abzocke, Abzockerei, Bank, Banken, Finanz, Finanztransaktion, Gesetz, Medien, Soziales, Staatseinnahmen, Wahlkampf, Zwangsbeglückung,

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4 Kommentare zu Geld zählen ist teuer. Überweisen auch.

  1. Freigeist sagt:

    Ja, die Banken haben beginnend mit 2002 einen erheblichen Teil ihres Geschäftes verloren – den Handel mit Devisen und Valuten, die nunmehr nur noch selten benötigt werden. Deshalb haben sie sich eben neue Einnahmequellen erschlossen.

  2. Daniel Irza sagt:

    Irgendwer muss ja für die Aufbereitung des neuen Foyers aufkommen und auch die, mit Bewegungsmeldern gesteuerten Türen bezahlen. Wo langsame Omas dann gegen die Glasscheibe laufen, auf den Allerwertesten fallen und sich den Schenkelhals brechen. Einfach weil der Bewegungsmelder und die Türmechanik für Oma zu schnell ist.

  3. Alexander sagt:

    Am besten wäre alle holen wir unser Geld von der Bank, lassen es uns von der Firma persönlich auszahlen, tragen die Miete zum Vermieter, zahlen das Geld beim E-Werk persönlich ein und alles andere zahlt man bar.

    Weil es ist heute so, dass die Gebühren und die dafür erhaltene Leistungen zum Himmel stinken. Die Zinsen sind so lächerlich, so dass sie die Leute in die Spekulation getrieben haben, was dabei rausgekommen ist, lesen wir täglich in den Medien.

  4. Eigentlich habe ich gedacht, dass meine Kontoführung bei der bank A nicht so teuer. Vierteljährlich zahle so ca. 60 – 70 Euro als Kontoführungsentgelt. Ja denke, ich mir, okay, damit kann ich leben, früher hat man’s halt nur einmal im Jahr gezahlt. Jetzt habe ich aber im Zuge der Steuererklärung einmal alle bankspesen während des ganzen jahres erfasst und aufsummiert, ich war schon sehr überrascht, soviel hätte ich nicht erwartet, es waren fast 1000,- Euro. Das finde ich jetzt doch sehr viel, mehr oder weniger nur fürs Konto und die dazugehörige Kreditkarte, die Depotkosten und Kest etc sind natürlich alle extra. Da könnte ich mir fast einen eigenen Buchhalter leisten der nur mein Konto führt.

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