Führerscheine aller Art – die „Lizenz zum Töten“…

Nun ja, offenbar hat sich der Sozialwissenschafter Doktor Bernd Marin das „Gesudere“ zu Herzen genommen und Nachhilfestunden in Zoologie genommen. Vielleicht hat er aber das „Gesudere“ gar nicht gelesen, was auch sehr wahrscheinlich ist. Die Chancen dafür stehen 150% zu 150%, denke ich, Dr. Marins Prozentzahlen-Logik folgend. Jedenfalls: Der Herr Doktor Marin hat offenbar erkannt, oder wurde darauf hingewiesen, dass eine Blindschleiche keine Schlange ist, sondern eine Eidechse, die halt keine Beine hat.  Deshalb hat er auch in seinem neuesten Kommentar im Qualitäts-Tagesblatt „Der Standard“ diesmal die Ringelnatter den Vipern gegenüber gestellt.


Das macht Freude, zeigt es doch, dass ein „Gesudere“ auch einem fertigen Sozialwissenschafter noch Wissen vermitteln kann. Dennoch: Herrn Doktor Marins Vergleiche, die sind manchmal dennoch verwirrend. Nicht leicht nachzuvollziehen ist, warum der gelernte – pardon: studierte – Sozialwissenschafter Herr Doktor Marin die Entfernung Wiens zu Paris oder der Ukraine erwähnt, wenn es um seine Meinung zu Hundeführscheinen, die er „Führerscheine“ für lebensgefährliche Hunderassen“ nennt. Doch zurück zum Vergleich: Herr Doktor Marin bemüht diesmal einen hinkenden Vergleich aus der Geografie: Ukraine versus Paris. Aber der Herr Doktor Marin hat ja auch nicht Geografie studiert, sondern Sozialwissenschaften. Und da kann es schon einmal vorkommen, dass man den Unterschied zwischen einem Staat und einer Stadt nicht ganz genau kennt.

Auch bei der Gegenüberstellung der „Kampfköter“ versus anderer Hunderassen tut sich der Herr Doktor Marin schwer. Denn eigentlich ist der Rehrattler wahrscheinlich mit dem Dobermann verwandter als mit dem Zwergpudel. Andererseits: Pitbull und Fox’l gehören beide zu den Terriern. Aber das sind ja nur Feinheiten.

Jedenfalls denkt der Herr Doktor Marin, dass der Hundeführschein eine „Lizenz zum Töten ist“, ein Delikt, für das man im schlimmsten Fall eine bedingte Strafe bekommt, wenn man so ein „fahrlässiger oder unfähiger Kampfhundhälter“ ist. Ja, da mag er ja recht haben, der Herr Doktor Marin. Führererscheine sind irgendwie ja wirklich eine Lizenz zum Töten, vor allem im Straßenverkehr. Allein im Jahr 2008 wurden in Österreich 679 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet, 1.591 so schwer verletzt, dass sie bleibende Schäden davon tragen und 13.094 mussten stationär behandelt werden. Quelle: Kuratorium für Verkehrssicherheit

Bleibt, Herrn Doktor Marins Logik zufolge, nur mehr ein Schluss: Führerscheine für Automobile und schwere Krafträder sind sind eine Lizenz zu töten, daher kein Führerschein, sondern das rigide Verbot von Kraftfahrzeugen aller Art.

Bevor mir der Herr Doktor Marin, der „das Gesudere“ ohnehin nicht liest, es mir vorwerfen kann, da gebe ich es lieber gerne selber zu: Ja, natürlich weiß ich, dass nicht alles, was hinkt, auch ein Vergleich ist…

Nachsatz: Auch nicht alles, was nach Hundekampf klingt, ist auch einer:

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Schlagworte: Angst, Bernd Marin, Blindschleiche, Hunde, Kampfhunde, Killerhunde, Schlange, Stadt, Verkehr,

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1 Antwort zu Führerscheine aller Art – die „Lizenz zum Töten“…

  1. Sticha Georg sagt:

    FORMAT: Bernd Marin stand auf der Gehaltsliste des Sozialministeriums

    Rückfragehinweis: FORMAT

    Bernhard Salomon Tel.: 0664 321 97 88 0664 321 97 88

    *** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

    VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
    ————————————————————————————————————

    Frage an den Schnappi-Marin:

    Gabs für die „wertvollen Artikel“ einen Sonderbonus vom Ministerium?

    ein interressierter Steuerzahler

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