„Euromoney Conference“: Unmoralische Abzocker

Beim Treffen der großen Abkassierer, wie man die Bankmanager mit den hohen Gehältern und den astronomischen Boni bezeichnen muss, zeigen die Veranstalter auf kreative Art, wie man Geld spart. Auf Kosten der Pressefotografen.

Potente Sponsoren, und dennoch eigenartige Geschäftsbedingungen: Euromoney verlangt von Fotografen Gratisleistungen ohne wenn und aber…

Der Kollege ist zornig. Zu Recht. Denn bei der PresseRegistrierung wurde ihm mitgeteilt: „You need to send as every photo you take during the conference for free“. Der Veranstalter findet offenbar nichts dabei, von Pressefotografen zu verlangen, alle geschossenen Aufnahmen gratis und mit allen Rechten frei Haus zu liefern. Das ist unanständig. Sehr unanständig. Denn immerhin treffen bei diesem Kongress Finanzminister, Notenbankchefs und andere Herrschaften aus der internationalen Finanzwelt einander, die ihre Konferenz auch noch von potenten Banken mitfinanzieren lassen.

Der Kollege jedenfalls hat dankend darauf verzichtet, bei diesem Kongress zu Fotografieren. Was auch andere Bildjournalisten tun sollten. Denn gerade die nicht auf Rosen gebettete Zunft der Pressefotografen ist die falsche Zielgruppe, um die verzockten Verluste unfähiger Bankmanager durch Gratisleistungen abbauen zu helfen.

Ein Boykott derartiger „Angebote“ ist nun dringend erforderlich. Aus rein pädagogischen Gründen. Und das knallharte bekannt machen der Verantwortlichen.

Für jene, die gerne per E-Mail gegen diese unmoralischen Bedingungen protestieren wollen: Das Kontaktformular

Did you like this? Share it:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Ärgerliches, Medien, Rätselhaftes abgelegt und mit

Schlagworte: Abzocke, Abzockerei, Boykott, Euromoney Conference, Medien, Moral, Presse, Pressefoto, Pressefotografen, Wien, Zwangsbeglückung,

verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.