Es ist Wahlkampf. Leider ist er schlecht wie immer…

Der Wahlkampf um Wien hat ja schon vor einiger Zeit begonnen. Dümmlich wie die meisten Wahlkämpfe, unnötig populistisch und in den letzten Wochen müssen wir auch noch mit menschenverachtenden Parolen leben…

Wahlkampf heißt Kampfparolen ausgeben. Kein Schritt zurück ist zulässig, der Populismus feiert fröhliche Umständ‘. Für den Wahlkampf haben Frau Sima von der SPÖ mit ihrem Team den „Kampfhund“ erfunden, für den man einen „Führschein“ braucht. „Führer“-Schein wäre ja politisch nicht korrekt gewesen. Für die Hunterln braucht man also einen Deckel, wie wir in Wien zu amtlichen Legitimationen sagen, zum fröhlichen Radl-Gehsteig-Rasen hingegen nicht. Denn die Radler, nun, die darf man ja nicht an die Grünen verlieren. Denn die zeigen ja vor, dass es legitim ist, auf dem Gehsteig die alten Muaterln zu gefährden, das hat sogar der Herr Bezirksvorsteher aus Wien- Neubau des öfteren gezeigt. Der Grüne, mit dem Radl, auf dem Gehsteig.

Die Blauen, mit dem nicht sehr roten Blut in den Adern, die zählen auf das „Wiener Blut“. Dass auch das Wiener Blut rot ist, wie jenes aller Menschen auf der Welt, das zählt in der Kampagne gegen die „Fremden“ nicht. Aber Herr Strache teilt aus, dafür kann er auch angeblich einstecken. Das hat er zumindest bei einer Geburtstagsfeier des nunmehrigen Wiener Polizeigenerals einmal behauptet. Wortwörtlich hat er damals, grinsend, gesagt: „Wer austeilt, muss auch einstecken können!“ Mal sehen, ob er Wort hält, der Wortgewaltige im wahrsten Sinn des Wortes…

Frau Christine Marek, Spitzenkandidatin der ÖVP, die inseriert „SMS von Marek“. Nicht ganz durchdacht, die Texte, denn auch sie verwendet den Begriff „Kampfhund“. Wahrscheinlich ist sie vom „Kampfhund-Virus“ von der Frau Ulli Sima angesteckt worden. Oder ihr Ghostwriter und Spin-Doctor, ohne die Politiker nicht mehr auskommen.

Wahlkampf ist also, und das BZÖ, nun ja, das soll es auch geben. Wie auch andere Gruppierungen. Die angeblichen „Christen“, von denen sich echte Christen distanzieren und „Die Christen“ auffordern, die Religion nicht zu missbrauchen.

Dabei wäre es eigentlich einfach, würde man weniger kämpfen und mehr werben. Und auch dem Grundsatz der Werbung beachten: „Werbung ist immer nur so gut, wie das Produkt zu halten imstande ist“.

Wien ist gut verwaltet, das Sozialsystem funktioniert im Großen und Ganzen, der Bürgermeister ist bei vielen nicht gerade unbeiebt und selbst Ex-Knackis, die obdachlos sind, haben eine Chance, eine kleine Gemeindewohnung zu bekommen.

Andererseits gibt es Probleme mit Kriminaltouristen, mit Kleinkriminalität jeglicher Art, die man nicht leugnen sollte, und auch mit Zuwanderern ist nicht alles so, wie es sein sollte.

Aber die Damen und Herren Politikschaffenden scheinen in Wahlkampfzeiten unter publiziertem Realitätsverlust zu leiden und stimmen ihre „Statements“ auf die eigene Wahrnehmung ab. Dafür werden sie wohl die Rechnung bekommen und dann die Resultate schönreden, feiern und „analysieren“. Vielleicht versprechen sie auch Besserung, zumindest in der Form, dass sie in Zukunft „besser kommunizieren werden“.

Aber das scheint ohnehin egal zu sein, denn die Leute in Wien jammern, mögen gravierende Änderungen ohnehin nicht und glauben den Damen und Herren Politikschaffenden ohnehin nichts, was sie – nicht nur in Vorwahlzeiten – so von sich geben…

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Schlagworte: ÖVP, FPÖ, Gesetz, Hund, Kampfhunde, Kampfrhetorik, Politik, SPOE, Stadt, Wahlkampf, Wien,

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Ein Kommentar zu Es ist Wahlkampf. Leider ist er schlecht wie immer…

  1. Alex sagt:

    Wiener Brut

    Das wäre vernünftigerweise zu plakatieren gewesen. Strache will ja nur seine und die Pfründe seiner aller Politikerkollegen, egal welcher Partei schützen.

    Wie lange lassen sich die Leute noch von denen allen papierln??

    192.000 Euro im Jahr für Strache und Glawischnig und es gibt genug die noch mehr bekommen.

    Es geht ihnen nur ums schützen der Politikerkaste. Egal welcher Coleur sie angehören.

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