Es ist Wahlkampf, entsprechend auch die Ideen: Der ÖVP-Hund…

Der Wiener ÖVP-Klubobmann, Herr Dr. Matthias Tschirf, hat das Thema Hunde aufgegriffen, und die SPÖ ein bissl angegriffen. Das ist legitim im Wahlkampf. Den führt er auch in „facebook“ weiter, den Wahlkampf. Mit allen Mitteln, die Politiker aller Fraktionen halt so gerne ergreifen, wenn sie um Stimmen werben. Und zumindest in „facebook“ ist auch ein Foto zu sehen, dass den Herrn Doktor Tschirf als ganz, ganz lieben Hundefreund zeigt.

Als „is aber lieb“ wird, auch in „facebook“, von einem Parteifreund das Foto kommentiert. Dieser Kommentar ist auch lieb, und zwar deshalb, weil nicht klar hervor geht, ob Herr Dr. Tschirf, der Hund, ein Golden Retriever übrigens, oder das Foto als lieb bezeichnet wird. Macht aber nix, is ja Wahlkampf.

Also, Herr Dr. Tschirf hat sich zur Hundediskussion zu Wort gemeldet, will die SPÖ an den Start zurückschicken, hinterfragt in seiner Presseaussendung die Sinnhaftigkeit einer „Rassenliste“ und lässt sich mit einem Hunderl abbilden. Das Hunderl aber, das muss Herr Doktor Tschirf beim Krawattl, also dem Hundehalsbandl festhalten, weil sonst wäre das Viecherl womöglich aus dem Foto gehuscht. Weil es nicht sein Hunderl ist, sondern ein Leihhunderl.

Das ist allerdings nichts Neues, weil die Kinder, mit denen die Politiker gern abgelichtet werden wollen, die gehören ja auch nicht den Politikern selber, sondern ihnen meist völlig fremden Menschen, von denen man sich die Gschrappen – ob die wollen oder nicht – einfach ausborgt.

Was nun auffällt: Die Hundediskussion, genauer die Diskussion über die angeblich gefährlichen Kampf- Killer- und sonstigen Beißhunden, die wird über eine Auswahl von Hunderassen geführt, vor denen sich manche fürchten. Obwohl diese Menschen die Staffordshire- und anderen Terrier, die Dogos Argentinos oder ähnliche noch nie gesehen haben.

Herr Tschirf, der nun die Diskussion an den Start zurückbringen möchte, hat aber anscheinend keine Gelegenheit gehabt, sich so einen Kampf- und Killerhund auszuborgen, weil es vielleicht gar nicht so viele gibt. Deshalb hat er zu einem Huntsi gergriffen – ja, gegriffen, das ist auf dem Foto deutlich zu sehen – das in großer Anzahl vorhanden ist, als „lieb“ empfunden wird und ganz treuherzig schauen kann.

Aber es ist ja Wahlkampf, entsprechend auch die Ideen…

Artikel auf facebook teilen

Did you like this? Share it:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines, Medien, Menschen, Politisches, Rätselhaftes abgelegt und mit

Schlagworte: Angst, ÖVP, Gesetz, Hund, Hunde, Hundezone, Kampfhunde, Killerhunde, Politik, SPOE, Stadt, Tschirf, Wien,

verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu Es ist Wahlkampf, entsprechend auch die Ideen: Der ÖVP-Hund…

  1. Ob sich die gesamte ÖVP jetzt Bullterrier um den Hals hängt, der Strache 3 Hunde bestellt, oder beim Paintball-Spielen die eingesammelten Hundehinterlassenschaften benützt – wählen werd ich die Herren und Damen trotzdem nicht…

    Aber vielleicht nützts ja bei wem anderen?

  2. Daniel Irza sagt:

    Herzerfrischend, wie ein Wiener Landespolitiker seinem niederösterreichischen Kollegen ans Bein pinkelt.

    Denn das Hundehaltegesetz mit Rasseliste wurde in Niederösterreich von der ÖVP im Alleingang verabschiedet. Das Gesetz ist in beiden Bundesländern absolut unausgegoren. Jedoch gilt es in Wien ja noch Stimmen zu sammeln.

    Die Retourkutsche kommt dann, wenn Landtagswahlen in Niederösterreich sind und die niederösterreichischen Besitzer solcher Listenhunde die Erhöhung der Hundesteuer in diesem Bundesland mitbekommen haben. Da können die anderen Parteien dann auf Stimmenfang gehen.

    Man sollte beide Gesetze zurück an den Start schicken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.