Die lustigen Einfälle der facebook-Macher

Klammheimlich hat facebook wie schon so oft etwas „verbessert“, das immer mehr Nutzer erzürnt: Zu Gruppen wird man nicht mehr eingeladen, sondern zwangszugefügt. Das bietet viele neue Möglichkeiten, die Nutzer in ein schräges Licht zu stellen. Wie lange noch, ist nicht absehbar, ein erster Widerstand hat sich formiert.

Der Suderer war sehr erstaunt, als das E-Mail-Konto plötzlich mit eigenartigen Meldungen von einigen ihm bisher unbekannten facebook-Gruppen im Minutentakt gefüllt wurde. Die netteste war eine, in der über die Hundehaltung diskutiert wurde, die anderen waren weniger originell.

Wie man in den Genuss dieser unerwünschten und unbestellten Mails, die den täglichen SPAM-Müll in der Anzahl um ein Vielfaches übertrafen kam, war im ersten Moment nicht erklärbar. Erst nach einigen Irritationen klärte sich die Wundersame Vermehrung der Schrottpost im E-Mail-Fachl auf: facebook hat klammheimlich das Prozedere bei der Gründung von Gruppen geändert und ein paar Feinheiten in den Einstellungen entwickelt, die neue und ungeahnte Möglichkeiten für Deppen aller Art bieten.

Die Mitglieder für neue Gruppen, die wie es scheint im Minutentakt entstehen, werden nun nicht mehr mit Einladungen zum Beitritt rekrutiert. Man „fügt Freunde“ einfach zur Gruppe, ob die wollen oder nicht. Mit dem „Dazufügen“ erhalten nun diese Freunde (die möglicherweise bald keine mehr sind) alle intelligenten oder weniger klugen Meldungen, die in der neuen Gruppe gepostet werden, auch automatisch per E-Mail übermittelt.
Das hat bereits einen in Österreich nicht unbekannten facebook-Teilnehmer so irritiert, dass er mit rechtlichen Schritten gegen den Gruppengründer vorgehen wollte. Denn das „Dazufügen“ zu dieser Gruppe hat der Promi als ehrenrührig empfunden.

Für Deppen aller Art, Scherzbolde und Stalker ist diese facebook-Neuerung eine Spielwiese, die ungeahnte Möglichkeiten bietet, Menschen in ihrer Ehre zu verletzen, sie in politisch falsche Ecken zu rücken oder für dubiose Produkte und Dienstleistungen aller Art zu werben. Man Gründe eine Gruppe und füge alle Freunde hinzu. Mit wenigen Mausklicks füllen sich dann bei hunderten Kontakten die E-Mail-Postfächer mit allerhand Schrottmeldungen.

Der Suderer, der auch zu zwei Gruppen dazugefügt wurde, was er als ehrenrührig empfunden hat, hat nun eine Gruppe gegründet, die genau dieses Problem aufzeigt. Das hat bei vielen für schwere Irritationen gesorgt, für die er sich entschuldigt.

Aber: Nur durch aufzeigen und transparent machen kann jener Widerstand gegen die Neuerungen, die sich manche facebook-Programmierer im stillen Kämmerlein ausdenken, entstehen, um diesem Unfug ein Ende zu setzen.

Link zur facebook-Gruppe „fb-Gruppen: Einladen statt Zwangszufügen!“

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Schlagworte: facebook, Internet, social network, soziale Netzwerke, SPAM, WWW, Zwangsbeglückung,

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