Der grüne Wirtschaftsexperte rechnet. Leider falsch.

Die wirtschaftspolitische Kompetenz mancher Politikschaffenden ist stark ausbaufähig. Das zeigen viele Wortspenden in Parlament, bei öffentlichen Wahlkampfveranstaltungen oder bei manchen Versuchen, Gratisleistungen zu bekommen. Nun hat sich der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft in Form eines Kommentars zu Wort gemeldet. Mit einer sehr originellen Kostenschätzung.

Der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft hat sich bei der Kostenschätzung ein wenig geirrt. Um zumindest eine Zehnerpotenz.

Auf Hundert Euro schätzt Herr Volker Plass also die Stricherln auf dem Asphalt, den die Politikschaffenden haben hinmalen lassen, um eine Art Radlweg für knapp 15 Meter zu schaffen. Da hat sich der Herr Bundessprecher des Grünen Wirtschaftsflügels aber um zumindest eine Kommastelle verschätzt. Mindestens einen Tausender, eher sogar zwei, kostet diese Pflastermalerei, sagt ein Experte. Ohne Nebenkosten, die ja auch noch dazukommen.

An Nebenkosten sind natürlich auch die Aufwände einzukalkulieren, die durch die Kommissionierung anfallen. Denn da kommen die Spezialisten aus dem Rathaus, Mandatare der Bezirksvetretung, Experten von Polizei und andere sachkundige Menschen, die exakt und mit großem Eifer die jeweils geplanten Umsetzungen der Beschlussfassungen diskutieren und genehmigen müssen.

Erst dann kommt die Hacklerpartie mit Pinsel und Farbe, per Kleinlastauto, und mindestens drei Mann stark. Zwingend notwendig sind dann ja auch noch Verkehrsschilder, um die ganze neue Situation auch in einen juristisch korrekten Rahmen zu bringen, damit alle etwaigen Haftungsfragen bei möglichen Unfällen oder anderen Unbilligkeiten korrekt behandelt werden können.

Aber das muss der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft nicht wissen. Obwohl er zu Zeichnungen und anderen grafischen Tätigkeiten ja einen sehr kreativen und professionellen Zugang hat, wie seine eindrucksvolle und schöne Homepage beweist.

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Schlagworte: Grüne, Kosten, Politik, Radweg, Stadt, Verkehr, Volker Plass, Wien, Wirtschaft,

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4 Kommentare zu Der grüne Wirtschaftsexperte rechnet. Leider falsch.

  1. Hugo Gold sagt:

    und außerdem, es ist keine sperrlinie, wie volker meint

  2. Volker Plass sagt:

    Eine Kommastelle? Also gut: 1.000 Euro. In der Gesamtkostenrechnung fehlt noch anteilsmäßig das Gehalt des Bürgermeisters, also 1.005 Euro. Wenn man dann noch die gesundheitsökonomischen Einsparungseffekte durch wesentlich gesündere Radfahrer bedenkt, die ich mit ca. 905 Euro veranschlagen würde, stimmt die Rechnung wieder!
    Warum so umständlich? Schreiben Sie doch einfach, dass Sie Radfahrer nicht mögen!

  3. admin sagt:

    Ich mag Radfahrer sehr, zumal ich auch selbst immer wieder fahre und jahrelang mit dem Radl unterwegs war. Ausschließlich. Richtig ist: Ich kann die Radlrowdies nicht ausstehen. Ebensowenig wie die Schneider, Drängler und Spurwechsler in den Autos. Was ich auch nicht mag: Die systematische Entmündigung der Verkehrsteilnehmer jeglicher Art durch Striche, Barrikaden, Schikanen etc., die keine Sicherheit bringen, aber Steuergeld kosten, das im Sozialbereich fehlt. Aber darüber demnächst mehr im „Gesudere“.
    Nachsatz: Milchmädchenrechnungen bleiben Milchmädchenrechnungen. Auch wenn sie von einem Wirtschafts-Bundessprecher kommen, der meint, ein 15-Meter-Radlweg würde sich gesundheitspolitisch rechnen und mit 900 Euro zu Buche schlagen… 😉
    Die tatsächlichen Kosten sind einfach höher als die 1.000 Euro. Wesentlich höher.

  4. Hugo Gold sagt:

    was volker plass aber jetzt unterschlagen hat ist das anteilsmäßige gehalt der zuständigen stadträtin vassilakou.
    und mir sind radfahrer sehr sympatisch, solange sie sich nicht wie irre aufführen. da ists halt wie bei den autofahrern: ein halbes prozent irre fallen mehr auf und sind gefährlicher als 99,5 % normale.

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