Conrad Electronic – scheinbar auf dem Weg zum Baumarkt

Nein, Zement, Tapeten oder sogar Zimmerpflanzen gibt es dort noch nicht. Aber das von den Heimwerkermärkten bekannte Einkaufserlebnis kann man dort neuerdings genießen: Suchspiele nach dem Personal und wenig entgegenkommender Umgang mit Reklamationen.

Wenig erfreulich: Wer Waren in der Versandabteilung kauft, kann nur bedingt in einer der Filialen reklamieren. © Christian M. Kreuziger

Wenig erfreulich: Wer Waren in der Versandabteilung kauft, kann nur bedingt in einer der Filialen reklamieren. © Christian M. Kreuziger

Unsereiner ist schon gut zwei Jahrzehnte Kundschaft bei Conrad Electronics. Von elektronischen Teilen für spezielle Recherchen, Taschenlampen für die Fotografie, EDV-Zubehör, Notbeleuchtung für die Ordination, Leatherman-Werkzeuge unterschiedlicher Art, hochwertige Weihnachtsgeschenke aber auch nützliche Dinge für das Automobil im Pannenfall haben den Weg über den Ladentisch oder via Versand zu unsereinem gefunden.

Auch die Service- und Beratungsqualität war ein guter Grund, bei dem Unternehmen einzukaufen. Das hat sich in den letzten Jahren offenbar geändert. Falsche Informationen beim Einkauf eines Video-Transmitters vor etwa zwei Jahren konnte man ja noch als lästigen Einzelfall abtun, zumal man ja die meisten Bestellungen via Web erledigen konnte. Dennoch ist zu bemerken, dass auch bei diesem Unternehmen offenbar beim Personal gespart wird. Denn wenn man fachkundige Hilfe durch das Personal braucht, kommt das berühmt unangenehme Gefühl auf, wie man es aus den Bau- und Heimwerkermärkten zur Genüge kennt: Entweder gehen die Mitarbeiter in Deckung oder sie sind – leider – für eine andere Warengruppe zuständig.

Das ist irgendwie schade. Schade ist es aber auch, dass Reklamationen offenbar nicht mehr mit der früher selbstverständlichen Kundenfreundlichkeit abgehandelt werden. Im konkreten Fall ging es um eine Taschenlampe, die nach kurzer Zeit die angepriesenen Funktionen verweigerte. Aus dem erwarteten Umtausch des defekten Geräts wurde leider nichts. Man müsse sie – weil via Versand gekauft – einschicken, das könne drei Wochen dauern, und man werde entscheiden, ob eine Reparatur oder ein Umtausch erfolgen wird.

Gut, dachte sich unsereins. Wenn man neuerdings bürokratisch und wenig kundenfreundlich agiert, dann braucht ist man offenbar auch nicht auf die paar Euro angewiesen, die man wild entschlossen dort lassen wollte.

So wurde aus dem geplanten Einkauf um mehr als fünf Hunderter eben einer, der nur 37,37 Euro in die Kassen von Conrad Electronic gespült hat. Was wahrscheinlich Konkurrenzunternehmen freuen dürfte, die man ja mit Google und Co. kommod finden kann.

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Schlagworte: Conrad Electronics, Gewährleistung, Handel, Reklamation, Wirtschaft,

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Ein Kommentar zu Conrad Electronic – scheinbar auf dem Weg zum Baumarkt

  1. Kurt Neuwirth sagt:

    Nicht böse sein …., aber in den Titel gehört „anscheinend“, nicht „scheinbar“. Grüße Kurt N.

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