A1: Der Krampf mit dem Festnetz…

Es kann ja vorkommen, dass eine Telefonleitung beschädigt ist. Dass sich der Betreiber aber vier Tage für die Reparatur Zeit lässt, ist bemerkenswert. Vor allem dann, wenn es sich um das Telefon einer Ordination handelt.

Vorweg: Der erste Kontakt mit dem Supportmitarbeiter war durchaus nett und muss als professionell bezeichnet werden. Auch das Versprechen, dass innerhalb von acht Stunden – weil Businessanschluss – das System wieder funktionieren würde, stimmte gnädig.

Wäre da nicht eine eigenartige SMS des Betreibers A1, mit dem Inhalt:

„Ihr A1 Festnetz hat leider einen Leitungsfehler. Wir arbeiten schon daran. Sie müssen dafür nicht zu Hause sein. Voraussichtliches Störungsende 09.11.2012 23:55. Ihr A1 Service Team“

Das ist bemerkenswert und macht betroffen, um es höflich auszudrücken. Denn wenn einer der großen Telekommikationsbetreiber des Landes für eine simple Leitungsreparatur satte vier Tage braucht, dann ist entweder der Schaden enorm oder das Unternehmen schlicht unfähig.

Marktführer will man werden, so war es in der Früh noch in einer der seriösen Tageszeitungen zu lesen. Durch mehr Service, durch modernste und schnellste Technik. Trotz geschrumpftem Aktienkurs. Der wohl auch mit eigenartigen Zahlungen an Politikschaffende und sonstige Begünstigte zu tun haben könnte. Vielleicht auch mit Dividendenzahlungen an die Eigentümer im In- und Ausland, die man keinesfalls als Spekulanten bezeichnen darf. Da sei das Mediengesetz vor, wie die Kollegen in Deutschland schreiben würden.

Unsereiner, also ein typischer Suderer, zieht da ganz andere Schlüsse. Dass man die vielen Millionen in die Taschen der „Anleger“ geschoben hat, statt in Personal und Technik zu investieren.

Dass die Hotline – versprochen von 00:00 bis 24:00 Uhr nach nebbichen 32 Minuten nur als Tonband erreichbar ist, macht einen auch nicht dem Unternehmen zugeneigter. Man verzichtet also auf den „Rund-um-die-Uhr-Support“, um eine Rufumleitung zu organisieren.

Aber das alles scheint derzeit groß in Mode zu sein, bei den Unternehmen groß und klein. Ganz gleich, ob es um Telekommunikation oder um Telebanking geht.

Wieder einmal fällt einem ein: Wir wünschen uns unsere Post zurück. Da war es zwar manchmal auch nicht besser, aber man hat zumindest damit gerechnet.

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Schlagworte: A1, Österreich, Störung, Support, Telekom, Zwangsbeglückung,

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3 Antworten zu A1: Der Krampf mit dem Festnetz…

  1. Stefan Hinterplattner sagt:

    Definitiv nein.
    Durch den Businessanschluss hast du als Kunde das Recht je nach Vertrag innerhalb einer gewissen Zeit entsört zu werden solange der Fehler von uns behoben werden kann. Sei es ein Blitzschlag oder ein defekt am Router.

    In deiner SMS steht „Leitungsfehler“.
    Hast du schon mal darüber nachgedacht wer den Fehler verursacht? Die Telekom macht keine Leitungen aus Spaß kaputt. Irgendeine Baufirma wird das Kabel warscheinlich abgegraben haben oder Naturereignisse haben es beschädigt.

    Wie du korrekt geschrieben hast leben wir in Zeiten von Preisdumping und Aktionären für die nur Geld zählt. Warscheinlich hängen auf deinem Kabel unter 20 Teilnehmer.
    Es ist sehr schwierig ein solches Unternehmen wirtschaftlich zu führen wenn man auch nur Ansatzweiße eine Ahnung hat was die Erhaltung und der Ausbau eines Telekommunikationsnetzes bedeutet.

    Klar wird alles immer schlechter ABER bedenke was du heutzutage für das Internet bezahlst und was du vor 10 Jahren gezahlt hast.
    Einfach Sudern und denen den schwarzen Peter zuschieben finde ich nicht in Ordnung.

    Mach dir mal Gedanken darüber.

    PS: Ich hatte mal einen Bekannten der sagte: Versuche mal einen einzigen Tag kein schlechtes Wort über ein Lebewesen zu verlieren.

    Das ist nicht einfach glaub mir =)

  2. Peter Minar sagt:

    In den letzten 5 Jahren hatten wir mehr Störungen als in den 30 Jahren davor. Die Servicequalität der Telekom/A1 erinnert noch immer als das unter POst und Telegraphenverwaltung lief. Staatlich eben. Das die Aktienkurse dahindümpeln verwundert nicht. Nur Masochisten kaufen sich in Betriebe ein, an denen der Staat = Rot/Schwarz maßgeblich beteiligt ist und unfähige Parteigänger als Manager einsetzen kann.

  3. mirfuss sagt:

    Hatte eben mal wieder eine A1 FN-Internet Störung. Also anrufen beim Kunden Service. Dann die nervige aufgesetzte freundliche Begrüßung, die im totalen Gegensatz zur Servicebereitschaft steht. Problem vorgetragen, Leitung bis Router aus der Ferne durchgemessen: alles ok, die Störung muß in meinem Router liegen. Habe nichts anderes erwartet, lasse alles wie es ist,warte eine halbe Stunde, dann zeigt der Router wieder Internetverbindung an und es funktioniert wieder. Wie geht das? Also, die überfreundliche Dame oder Herr im Callcenter sagt dir, egal was los ist, bei der Telekom ist alles paletti, informiert aber offenbar irgendwen in der Technik der der Störung nachgeht und sie behebt. Erlebe das so etwa alle 2-3 Monate.

    Wenn du darauf beharrst, daß bei dir alles ok ist, drohen sie dir mit Zusatzkosten wenn ein Techniker ausrückt und doch einen Fehler bei dir findet. Ich hatte das einmal. Der hat einen halben Tag den Fehler gesucht. Natürlich hat er bei mir angefangen ist aber bald verschwunden zum nächsten Knoten irgendwo in der Straße, dann ist er zum Wählamt gefahren. Als er zurückkam sagte er mir, im Amt waren zwei Drähte vertauscht. Das Suchen hat deshalb so lange gedauert. Die Dame im Callcenter hat mir jedoch mitgeteilt, es ist mit der Leitung alles in Ordnung, der Fehler liegt bei mir. Darauf der Techniker, ja, das müssen sie am Telefon so sagen. Die Telekom ist nie schuld.

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