400 Euro-Spende: Warten auf den Dankesbrief

Die Chefin eines Cafés in Wien-Alsergrund hat für das St. Anna Kinderspital Spenden gesammelt. Jetzt wartet sie auf einen Dankesbrief.

Wartet geduldig uf ein Dankschreiben des St. Anna Kinderspitals: Café Porzellan-Chefin Eva Moser. © Christian M. Kreuziger

Medizinisch genießt das St. Anna-Kinderspital in Wien einen hervorragenden Ruf. Seit Jahrzehnten wird gespendet, um die Krebsforschung zu finanzieren, die Kindern und jugendlichen das Überleben mit ihren schweren Krankheiten ermöglicht. Um dies zu ebenfalls unterstützen hat Eva Moser, die Chefin des Café Porzellan, zu Silvester Tomobola-Lose an ihre Gäste verkauft, den Erlös hat sie an das St. Ann Kinderspital überwiesen.

Dort hat sie auch vorher angerufen und gebeten, ihr einen Dankesbrief für ihre Gäste zu schicken. Die sollten nämlich die Sicherheit haben, dass ihre Spenden auch angekommen sind. Erstaunt war Eva Moser allerdings, als ihr vvon einer Dame am Telefon ermittelt wurde, dass man sich bei Spendern nicht mittels Brief bedankt. Zumindest nicht bei so kleinen Spenden, wie jener aus dem Café. Das waren ja nur 400 Euro, die da zusammengekommen sind.

Das ist irgendwie bemerkenswert. Weil der gute Ruf des St. Anna nun bei einigen Leuten ein wenig angekratzt sein dürfte.

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Schlagworte: Alsergrund, Österreich, Café Porzellan, Gastronomie, Gesundheit, Medizin, Soziales, Spende, St. Anna Kinderspital, Wien,

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8 Kommentare zu 400 Euro-Spende: Warten auf den Dankesbrief

  1. Elke Plass sagt:

    Wir haben vor Jahren in der Schule Alu gesammelt und den Erlös (insgesamt warens glaub ich 100€) an die Kinderherzklinik Linz gespendet. Brief und eMail folgten prompt. Wir waren aber auch gewarnt, dass sie in St. Anna eh nimmer wissen, wohin mit den Spenden.

  2. Hugo Gold sagt:

    Das St.Anna ist mir schon seit längerem durch, gelinde gesagt, Überheblichkeit aufgefallen. Aber, warum glaubt denn jeder, dass er fürs St.Anna spenden müsse? Sind es die Reizworte Kinder und Krebs was Brieftaschen so bereitwillig öffnet? Liebe Leute, das St.Anna hats nicht notwendig, gebt das nächste mal zum Beispiel für die Gruft, da gehts nicht um arme Kinder, sondern ganz unspektakulär um „Sandler“, „Alkis“, „Obdachlose“, nichts niedliches oder nettes sondern ganz arme Menschen. Trotzdem danke an Frau Moser und Ihre Gäste.

  3. susanne schaufler sagt:

    sieht das problem dahingehend, dass für kranke kinder leichter das börsl geöffnet wird, als für (selbstverschuldete? was nat. oft nicht stimmt!!) obdachlose, die hilfe sicher auch dringend notwendig haben!!
    wirft, für mich, kein so schmeichelhaftes licht auf das st.anna-kinderspital……schade!

  4. michaela milosevic sagt:

    hab das aus dem st. anna schön öfter gehört. und es dürfte wirklich stimmen dass das st. anna „überspendet“ ist. da hats z.b. die caritas/gruft wirklich notwendiger…. ich habs selber gesehen als ich vor kurzem in der gruft war und lebensmittel und toilett-artikel hingebracht habe…… 🙁

  5. .C. sagt:

    Eigentlich braucht sie ja keinen Dankesbrief, sondern einen Beleg, da sie ja nur ihren Gästen Rechenschaft ablegen will 😉

    Aber stimmt schon, der Aufwand für einen Serienbrief ist wirklich vernachlässigbar und würde die Spender glücklich machen…

  6. Barbara Fuchs-Puchner sagt:

    Liebe alle!

    Als betroffene Mutter möchte ich mich im Namen aller „St. Anna-Kinder“ für diese Spende herzlichst bedanken. Ich kann Euch auch versichern, dass jede Spende dringend gebraucht wird – sowohl in der Kinderkrebsforschung wie auch in der Kinderkrebshilfe. So ist es mittlerweile gelungen, dass von vier erkrankten Kindern bereits drei überleben. Es gibt somit immer noch Kinder, so wie unser Sohn letztes Jahr, die es leider immer noch nicht schaffen. Deshalb ist jeder Euro aus Spendengeldern so wichtig – für die Forschung und die ebenfalls so dringend gebrauchte sonstige Unterstützung der erkrankten Kinder (Hilfe in der Hauskrankenpfelge bis hin zur Palliativbetreuung). In diesem Sinne nochmal ein herzliches Dankeschön und „vergelt´s Gott“,

    Barbara Fuchs-Puchner

  7. Mag. Andrea Prantl sagt:

    Sehr geehrte Frau Moser!

    Zunächst darf ich mich sehr herzlich, im Namen der St. Anna Kinderkrebsforschung für Ihr Engagement und das Ihrer Gäste und den hervorragenden Spendenbetrag bedanken. Weiters muss es wohl ein Missverständnis gewesen sein, dass eine Mitarbeiterin gemeint hat, dass 400,-€ eine kleine Spende wäre, und außerdem unbedankt bliebe.
    Für die Kontinuität der Forschung zählt jeder Cent, da sich das Institut hauptsächlich durch Spenden finanzieren muss. Natürlich bedanken wir uns auch in angemessener Form. Unsere SpenderInnen erhalten entweder ein Dankschreiben oder eine Dankesurkunde, wie z.B. in ihrem Fall. Diese genannten Schreiben können wir allerdings erst nach dem Eingang der Spende auf einem unserer Spendenkonten ausstellen. Da wir eine strenge Buchhaltung führen, wie auch auf Grund des Spendengütesiegels verlangt, erhalten wir im Spendenbüro die Spendenbelege erst nach deren Prüfung in der kaufmännischen Abteilung. Dadurch kann sich eine gewisse Zeitverzögerung bei der Bedankung ergeben.
    Ich hoffe, dass ich dieses Missverständnis hiermit aufklären konnte und auch, dass Sie bereits einen netten Platz für die Urkunde in ihrem Café gefunden haben.
    Mit herzlichen Grüßen
    Mag. Andrea Prantl

  8. Dr. Herbert Wagner sagt:

    Das St. Anna macht einfach nur gutes Marketing – ich selbst habe jahrelang in der Krebsforschung gearbeitet, u.a. auch mit dem St. Anna Kinderspital. Die Spenden kommen zwar der Forschung zu gute aber um „Kinder-Krebsforschung“ geht es da nur sehr selten. Kinder eignen sich halt sehr gut als Spenden-Vehikel…..

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